"And I knew that in spite of all the roses and kisses and restaurant dinners a man showered on a woman before he married her, what he secretly wanted when the wedding service ended was for her to flatten out underneath his feet like Mrs Willard's kitchen mat."
Dieses Zitat liefert einen passenden „appetizer“ für unsere anstehende Interpretation im nächsten Lesekreis. Es stammt aus Sylvia Plaths 1963 erschienen Romans The Bell Jar.
The Bell Jar- die Glasglocke, das ist der isolierte Druck, unter dem die heranwachsende Protagonistin Esther ihr Lebensumfeld im Amerika der 1950er wahrnimmt. Zwischen gesellschaftlichen Erwartungen an eine junge Frau, der oberflächlichen Mode- und Medienwelt und dem unbändigen Wunsch zu schreiben, entwickelt Esther eine Todessehnsucht und wird schier „verrückt“. Diese Zeichen und Anzeichen möchten wir einerseits textnah besprechen und anderseits biographisch, bzw. zeitgeschichtlich betrachten.
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Das nächste Treffen ist am Donnerstag, 25.3.
Ab 19:30 in der Taberna Academica, auf dem Campus der Uni Mainz.
Wir lassen nicht nur unseren Gedanken freien Lauf, sondern auch unserer Sprache: Deutsch oder Englisch, ganz wie man will.
Was das letzte Mal geschah:
Das letzte Mal haben wir Orlando von Virginia Woolf besprochen. Da ich im Blog zuletzt jedoch nur Katherine Mansfield angekündigt hatte, hier ein kurzes Feedback zur wirklich intensiven Interpretation ihrer 3 Kurzgeschichten:
- Es gab hitzige Diskussionen zum Glanz und Zwang der Riten eines Abschlußballs in „Her First Ball“. Ist der Weg der Protagonistin erdrückend und traurig als „Frau an der Seite“ vorgezeichnet, oder erleben wir ein losgelöstes junges Mädchen, das einfach nur tanzt? Mansfield Stärke ist es einen Subtext zu kreieren, ohne ihn auszubuchstabieren. Wenn man will, bleibt die Geschichte (oder gesellschaftliche Gegenwart?) dann auch so glitzerndschön, wie man sie an einem solchem Anlass sehen möchte...
- Widersprüchlich empfanden wir auch die Informationen und transportierten Emotionen in „Miss Brill“ und „Feuille d’Allbum“, deren protagonists zwischen verschrobener Einsamkeit und träumender Autonomie erscheinen. Das träumerische bewerteten wir letztlich als einen positiven und hoffungsvollen Bestandteil, wofür auch nichtzuletzt folgende putzige Kontaktaufnahme steht „ ‚Excuse me, Mademoiselle, you dropped this.‘ And he handed her an egg.“
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